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Muschi Kreuzberg x Iljitsch = Status

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Da ich – sogar für meinen prinzipiell eigengnadenvollen Geschmack – in dem hier verlinkten Video hinlänglich viel rede, und darin sowieso ALLES GESAGT IST, erspare ich euch weitere Erörterungen und kopiere euch nur liebevoll den dazugehörigen Pressetext eines mir Unbekannten:

„19,90€, 39,90€, 129,90 € oder direkt 599€ – MVSCHI KREUZBERG revolutioniert den Modemarkt
Das Berliner Lifestyle-Label setzt der Modeszene die Preispistole auf die Brust: Mit der ersten Kollektion, bei der der Träger selbst entscheidet, wieviel er wert ist.“

(vielleicht doch noch kurz: ich habe das geschrieben, und der da so herumrennt, das bin auch ich – kauft mich, vielen Dank xoxo)

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Justus x Nivea – Revolution meets Pflege

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Letztens hat mir eine sehr kluge Frau unaufgefordert Aufnahmen von Polizeigewalt gezeigt. Dann hat sie mich angesehen. Dann hat sie gesagt: „das ist die Zukunft der Werbung: Content!“. Ich habe das nicht ganz verstanden, aber blitzschnell erwidert: „klar, aber das hat Justus doch längst vorhergesehen!“. Das hat sie wiederum nicht ganz verstanden. Wir sind dann getrennter Wege gegangen, was schade gewesen ist.

Dabei ist es natürlich um das hier gegangen:

(Mein Zahnarzt hat ein Che Guevara-Tattoo)

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Momentum: Peoplegrapher x Iljitsch

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Spiegel-Leser wissen: ich werde plötzlich älter, die Jungen dafür immer jünger, & das Stadtleben im gleichen Maße umständlicher wie langweiliger. Dreiviertel meiner Freunde denken nur noch zähneknirschend über die Kürbiszucht nach. Ein ganz müder, beharrlicher Mythos behauptet, dass die wirklich großen Dinge nur auf dem Land entstehen können, denn da ist Platz fürs Hirn und der Nachbar war überhaupt nie in einer Agentur. Das beruhigt.

So weit mal zur, joa, Grundlage. Spannend wird es aber erst, wenn die Leute nicht mehr nur nachdenken, sondern wirklich Energie aus Raps gewinnen und solche Sachen. Ich hab davon ja auch keine Ahnung. Aber ich habe für den großartigen freien Film „Momentum“ vom Peoplegrapher-Team mit ein paar Männern gesprochen, die uns allen handlungstechnisch sehr, sehr weit voraus sind. Daher: genug der Worte: angucken und Kürbissuppe bestellen.

 

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Vimeo Staff Pick: It’s Been a Long Time

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Manchmal ist die Welt ja ganz besonders schön. Zum Beispiel habe ich Ende letzten Jahres einen Kurzfilm geschrieben und ihn mit einem fantastischen Team dann auch einfach mal gedreht. Esteban und ich haben Regie geführt, Anna Deckers von Soup Film produced, Lorena Maza gestyled, Corinna Studier die Sets gebaut, John Schwenzer und Julia Jasinski und Aline Schmidt vor der Kamera gestanden. Naja, das könnt ihr auch alles auf Vimeo nachlesen. Jedenfalls hat der Film von ebendiesem Portal die (so hörte ich) begehrte Auszeichnung des Staff Pick erhalten. Das macht uns alle sehr froh.

In dem Film geht es um Liebe, was denn sonst. Aber guckt einfach selbst mal.

 

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Provinzial x Iljitsch

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Für die neue Provinzial-Kampagne habe ich zwar nichts geschrieben, bin aber dafür vor der Kamera herumgeschwebt und habe anhand lustiger Situationen erläutert, warum man dringend eine Versicherung braucht. Das ist doch auch was Schönes.

Das Ding läuft jetzt, glaube ich, jahrelang im bundesdeutschen Fernsehen rauf und runter, bis mich absolut niemand mehr ertragen kann. Es tut mir im Voraus leid. War nett gemeint.

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Grillen mit Iljitsch

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Um der alljährlichen Winterdepression ein klein wenig entgegenzuwirken, habe ich aus den iljitscheigenen Archiven ein kurzweiliges Video ausgegraben, das dieses Frühjahr vollkommen spontan in einem Kölner Innenhof entstanden ist.

Wie es der Zufall so wollte, waren neben der Kamera auch einige herausragende Produkte vorhanden, als ich am Ort des Geschehens eintraf, um in aller Unschuld ein gewaltiges Stück Eutertier fachgerecht zu garen. Konsequent, wie ich nun einmal bin, nutzte ich also die gegebenen Hightech-Materialien in einer frei erfundenen Reihenfolge, die sich sehr richtig anfühlte.

In Zeiten wie den heutigen mit haarsträubenden Problemen wie den unseren, gewinnt der gute deutsche Kohlengrill eine ganz neue, integrative Bedeutung. Die gemeinsame Nahrungsaufnahme, wie schon jede minderjährige Studentin der Sozialwissenschaften weiß, ist eine der effektivsten Formen nonverbaler Kommunikation – wer bei Tisch sich ein Mahl teilt, das bestenfalls in gemeinschaftlicher Arbeit zubereitet wurde, spricht in einer beeindruckenden Vielzahl der Fälle nicht mehr über Gott oder Politik, und alles ist gut.

Über manche Dinge besteht eben eine Einigkeit, die jenseits der Sprache in ihrer ewigen Harmonie schlummert: über die Köstlichkeit des gegrillten Nutztiers, zum Beispiel, oder über die Vorzüge eines Produkts aus Stuttgart, dessen Markenname den Zusatz -manufaktur beinhaltet.

Besinnen wir uns doch darauf, wenn im nahenden Frühling der backsteinerne Innenhof seine Reize preisgibt. Für eine schmackhafte Welt der behutsam abgedeckten Gegensätze. Nur die Handschuhe nicht vergessen, bitte.

Ah, und hier das besagte Video.

 

 

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Vorsätze, Vorsätze

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Jedes beginnende Jahr braucht bekanntlich einen oder mehrere gute oder gutgemeinte Vorsätze, um sich von allen ihm vorangegangenen Jahren abzugrenzen und seine Neuartigkeit zu beweisen.

Denn: ohne Jahreswechsel ist bisher noch absolut niemand ein neuer Mensch geworden. Die Bedeutung von Jahreswechsel ist es also, uns, den Menschen, die Notwendigkeit der Erneuerung aufzuzeigen, die nur durch Vorsatz zu erreichen ist.

Schon seit einigen Jahren bin ich bei einem Düsseldorfer Fitnessdiscounter eingeschrieben, dem ich per Dauerauftrag monatlich Geld überweise. Allein dieses Angemeldetsein hat einen nachweislichen Effekt auf die Grazie meiner Figur – es bleibt weniger Geld, das in unnötige Nahrung gesteckt werden könnte. Meine Dankbarkeit dem Unternehmen gegenüber könnte daher kaum größer sein – jeder weiß ja, welches Glücksgefühl einer modeindustriekonformen Proportion tagtäglich entspringt.

Um diesen positiven Effekt im neuen Jahr ins vermutlich Unermessliche zu steigern, habe ich mich bei einem weiteren Körperkultgiganten einschreiben lassen, diesmal in Berlin – was auch deswegen sinnvoll ist, da ich nunmal in Berlin lebe. Mein Quadrizeps jedenfalls hat auf die relative Nähe der angekündigten Betätigung bereits mit einer erwartungsvollen Schwellung seiner selbst reagiert, die mich zum Einen sehr beglückte, zum Anderen aber zwei Tage der Erholung nach sich zog; man soll ja nicht übertreiben.

Nachdem ich meinem Körper die verlangte Regenerationsphase gegönnt hatte, entschloss ich mich am Sonntag Nachmittag, mit meiner geballten Herrlichkeit höchstpersönlich die Pforten der Sexappealmaschine zu durchtanzen. Nachdem ich einige Stunden lang meine Tasche mit den wenigen tausend Objekten akribisch bestückt hatte, die ein solcher Besuch mit anschließendem Saunagang erfordert, schritt ich also mit pochendem Herzen und pfeifenden Lungenflügeln in Richtung der permeablen Fasern mit Buttermilchgeruch.

Als ich ankam, wurde ich von  einigen fragenden Augenpaaren begrüßt, deren zugehöriger Körper sich zur Hälfte hinter einem  milchgläsernen Tresen  verbarg, zur anderen Hälfte aber in eine krebsrote Uniform zwängte. Das Motiv dieser fragenden Grundhaltung war mir klar: warum sollte ein Mensch wie ich, dem man den monatlich investierten Betrag an jedem Körperteil ansieht, seinen Sonntag Abend leibhaftig zwischen stählernem Gestänge verbringen wollen? Ich nickte ein Lächeln des Verständnisses und passierte das symbolische Drehkreuz, als man mir zurief, dass das würdige Etablissement bereits in zwanzig Minuten schließen würde; was ich denn noch vor  hätte? Ich nickte ein weiteres Lächeln und begriff: auch ein Rezeptionist möchte irgendwann seinen verdienten Feierabend genießen, vor lauter sportlicher Erregung war mir wohl mein Sinn für Logik abhanden gekommen. Ich ließ mir also die abgewetzte Einrichtung zeigen, bestätigte lässig meine jahrelange Erfahrung mit ihresgleichen, ging fix duschen, kämmte mir das satte Haar und belohnte mich mit einem doppelten Proteinriegel, um im Anschluss, gemeinsam mit den Uniformierten, das Ende eines erfolgreichen Tages durch die energische Drehung des Sicherheitsschlüssels zu bekräftigen.