Grillen mit Iljitsch

By 12. Januar 2016 Allgemein

Um der alljährlichen Winterdepression ein klein wenig entgegenzuwirken, habe ich aus den iljitscheigenen Archiven ein kurzweiliges Video ausgegraben, das dieses Frühjahr vollkommen spontan in einem Kölner Innenhof entstanden ist.

Wie es der Zufall so wollte, waren neben der Kamera auch einige herausragende Produkte vorhanden, als ich am Ort des Geschehens eintraf, um in aller Unschuld ein gewaltiges Stück Eutertier fachgerecht zu garen. Konsequent, wie ich nun einmal bin, nutzte ich also die gegebenen Hightech-Materialien in einer frei erfundenen Reihenfolge, die sich sehr richtig anfühlte.

In Zeiten wie den heutigen mit haarsträubenden Problemen wie den unseren, gewinnt der gute deutsche Kohlengrill eine ganz neue, integrative Bedeutung. Die gemeinsame Nahrungsaufnahme, wie schon jede minderjährige Studentin der Sozialwissenschaften weiß, ist eine der effektivsten Formen nonverbaler Kommunikation – wer bei Tisch sich ein Mahl teilt, das bestenfalls in gemeinschaftlicher Arbeit zubereitet wurde, spricht in einer beeindruckenden Vielzahl der Fälle nicht mehr über Gott oder Politik, und alles ist gut.

Über manche Dinge besteht eben eine Einigkeit, die jenseits der Sprache in ihrer ewigen Harmonie schlummert: über die Köstlichkeit des gegrillten Nutztiers, zum Beispiel, oder über die Vorzüge eines Produkts aus Stuttgart, dessen Markenname den Zusatz -manufaktur beinhaltet.

Besinnen wir uns doch darauf, wenn im nahenden Frühling der backsteinerne Innenhof seine Reize preisgibt. Für eine schmackhafte Welt der behutsam abgedeckten Gegensätze. Nur die Handschuhe nicht vergessen, bitte.

Ah, und hier das besagte Video.

 

 

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